Microsoft hat bei der Mail-Kommunikation der Dienste Outlook365/Office365 Ende Frühlung/Anfang Sommer 2013 damit begonnen die Mails mit IPv6 zu versenden. Das hat bei diversen Providern zu Problemen geführt weil: Microsoft ist nicht in der Lage bei ihren IPv6-Adressen einen Revers-DNS-Eintrag vorzunehmen. Interessant dabei ist auch die Behandlung der eigenen Kunden bei Microsoft. Ein Beispiel dazu: http://community.office365.com/de-de/forums/116/t/166576.aspx

Auch bei mir hat das zu Problemen geführt, diverse Kunden haben reklamiert, sie erhalten keine Mails mehr. Nachdem mehrere Duzend Domains und mehrere Microsoft-IPv6-Adressen auf der Whitelist aufgefüḧrt sind und ich immer noch Probleme hatte musste eine andere Lösung her. Diese habe ich gefunden:

Microsoft erhält bei uns inzwischen eine Sonderbehandlung was DNS-Abfragen betrifft. Anfragen von Microsoft-Adress-Ranges werden nur mit IPv4-Adressen unserer Mailserver versorgt, unsere IPv6-Adressen werden an Microsoft nicht publiziert. Das hat zur Folge, dass nun alle Mails von Microsoft an unsere Server nur noch mit IPv4 ausgeliefert werden. Dies nun ohne Probleme. Der umgekehrte Weg, von uns an Microsoft, findet nach wie vor mit IPv6 statt.

Ein interessantes Detail: Mails werden bei Microsoft zwar mit IPv6 ausgeliefert, die DNS-Server von Microsoft machen Anfragen aber ausschliesslich mit IPv4. Der Weg von Microsoft ist also noch lange bis zu vollständigem IPv6.

Mich nimmt auch wunder, wann Microsoft es schafft die Reverse-DNS-Einträge vorzunehmen. Da bin ich wirklich gespannt!

Update: Etwa neun Monate lang hat Microsoft gebraucht für die Reverse-DNS-Einträge. Nun kann auch Microsoft problemlos mit IPv6 mailen.